Für meine Reisegefährten Anne, Christian el Grande und Christian el Bonito
Die sechswöchige Reise nach Ecuador war mein erster großer Schritt aus Europa heraus und sollte schon deswegen hier gewürdigt werden. Ich habe trotzdem lange überlegt, ob ich diese Seite einrichte. Das hat mehrere Gründe. Zum einen existiert zu Ecuador kein ausführlicher Reisebericht, sondern ich streue nur ein paar Erinnerungen breit.
Das andere Problem sind die Fotos. Ich hatte damals noch keine richtige Kamera, sondern nur eine kleine "Knipse", an der man rein gar nichts manuell einstellen konnte und die weder Zoom noch andere Raffinessen aufwies. Demzufolge sind die Bilder qualitativ nicht gerade der Reißer. Hinzu kommt, dass ich auf Reisen gerne Dias fotografiere. Das wird auch in Zukunft so bleiben, wenn Königin Digitalfotografie in absehbarer Zeit nicht alles überrennt und die Dia-Filme unbezahlbar werden. Ein digitales Foto kann mit der Brillanz und der Farbtiefe eines Dias einfach noch nicht mithalten. Schwierig ist es allerdings, ein Dia zu scannen, denn es geht dabei leider viel von der ureigenen Dia-Qualität verloren. Auch der Umweg über "Vom Dia zum Bild und dann in den Scanner" ist nicht ideal. Kurz - ein gescanntes Bild kann immer nur ein Abglanz bleiben, was kein Vorwurf ist, denn ein Dia ist nun mal nicht in erster Linie zum Scannen da.
Da ich aber mit den Erfolgen bei den gescannten Dias von Mexiko, Kanada, Schweden, Polen und Russland ganz zufrieden bin - gemessen an der Schwierigkeit - dachte ich, man sollte es doch wagen. Hier seht ihr nun also ein paar Impressionen aus dem schönen Ecuador.
Sechs Wochen lang sind wir mit den öffentlichen Linienbussen durch das Land gefahren. Die Landschaft Ecuadors ist faszinierend für das europäische Auge.
Wenn ich mich an diesen störrischen Esel erinnere, muss ich immer noch schmunzeln. Ich hab ein ganz schlechtes Gewissen dabei, denn die arme Frau hatte ihre liebe Not, den Kameraden zum Laufen zu bewegen. Aber es sah so komisch aus und hörte sich genauso komisch an.
Wo auch immer man in Ecuador unterwegs ist - man muss keine Angst haben, sich zu verlaufen oder verschollen zu bleiben. Auch in der tiefsten Einöde brummt irgendwann ein cooler, bunter Bus vorbei, und das sogar ziemlich häufig. Aber auch per Anhalter kann man sich ohne große Bedenken fortbewegen. Hier waren es zwei Nonnen, die uns mitgenommen haben.